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Kommentare zum tieferen Verständnis des Textes

"Die Sucht zu finden"

von Thomas Witzel

 

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Eine Frage des Geldes
Besinnung
Symbolisches Ausagieren
Was uns am Herzen liegt
Gesellschaftsfähig
Unabhängigkeit

 

 

Eine Frage des Geldes:

Geld ist mehr wert, als manche glauben wollen. Denn es steht häufig in Verbindung mit dem Akt der eigenen Wertschätzung. Zwar wissen wir, dass das Teuerste nicht das Beste sein muss, und dass die schönsten Dinge im Leben meistens kostenlos zu haben sind, dennoch muss Geld nur zu oft einen Mangel ausgleichen: ...an Zuwendung, ...an Anerkennung, ...an Selbstsicherheit. Das Einkaufen dient dann dem Zweck, den Selbstwert zu erhöhen - koste es, was es wolle. Doch diese Rechnung geht nicht auf, denn Geld ist weniger wert, als manche glauben wollen...

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Natürlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie alle Verständnis-Links hintereinander lesen oder nicht. Bedenken Sie jedoch, dass dies weder der Absicht des Autors noch dem Gedanken des "Neuen Lesens" entspricht und manche Erläuterung durch die fehlende thematische Einbindung womöglich mehr Fragen aufwirft als beantwortet...

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Besinnung:

Von außen betrachtet ist es leicht, den Süchtigen Unverständnis entgegen zu bringen. Die Betroffenen hingegen erleben sich im Zugzwang der Gefühle: die Wahlfreiheit ist eingeschränkt, das Verhalten in bestimmten Situationen vorprogrammiert. Dies steigert sich solange, bis die Abhängigkeit sprichwörtlich wird - Unselbstständigkeit ist die Folge. Doch die Erkenntnis, sich der Realität zu stellen, wird immer unwahrscheinlicher, denn der Realitätsverlust gehört ebenso zur Sucht wie die Unfähigkeit, sich um andere Möglichkeiten der Problembewältigung zu bemühen. Der Süchtige ist Optimist und Pessimist zugleich und weigert sich hartnäckig, zur Besinnung zu kommen. Eine Besinnung, die not-wendige Voraussetzungen für ein lebenswerteres Dasein schaffen könnte.

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Symbolisches Ausagieren:

Wir alle haben Angewohnheiten, Rituale, Spleens, die sich im Laufe des Lebens ansammeln. Manche sind auffälliger, andere weniger. Doch sehr häufig entbehren diese Eigenheiten nicht einer gewissen Symbolik. Je nach Schwerpunkt setzt man sich mit den unterschiedlichsten Dingen (Themen) auseinander: Wertgegenstände (Selbstwert); Zäune/Mauern (Abgrenzung); Bücher (Sinnfindung); Möbel (Geborgenheit); Haustiere (Eigene Konzepte); Rechtsstreitigkeiten (Verantwortung) usw. Gerade wenn heftige Gefühle mit im Spiel sind, ist es lohnenswert, den Symbolgehalt des eigenen Tuns zu erforschen. 
Wenn man Träume deuten kann, warum nicht auch den Wachzustand?

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Was uns am Herzen liegt:

Jeder Mensch ist einzigartig. Ebenso die innersten Anliegen, die unser Handeln direkt oder indirekt beeinflussen. Dennoch gibt es körperliche und seelische Grundbedürfnisse, denen sich niemand entziehen kann. Dazu gehören u.a. der Wunsch, geliebt zu werden; die Frage "Wer bin ich?" beantworten zu können; dem Leben einen Sinn zu geben; sich zu entwickeln und zu verändern; das Bedürfnis nach Ganzheit und All-Eins-Sein. Erst wenn wir uns unseren Grundbedürfnissen stellen, können Kompensation und Verdrängung erkannt und angegangen werden. Mehr als nur ein "Herzenswunsch".

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Gesellschaftsfähig:

Wer bestimmt eigentlich, was "man" so hat, macht, ist, braucht etc.? Sind es einige wenige oder die "breite Masse"?
Die Normen unserer Gesellschaft stellen für Menschen, die ihr eigenes Lebenskonzept entwickeln möchten, eine große Herausforderung dar. Doch viele können diesem Gruppendruck nicht Stand halten. Sie scheitern an einer Übermacht (die zudem niemandem wirklich nützt). Aus Enttäuschung über die eigene Unzulänglichkeit suchen sie Erleichterung in einem anderen Zustand der Wahrnehmung: Alkohol und Drogen ermöglichen den Freiheitssuchenden, den Blick auf die Gitterstäbe von Moral und Konvention zu verschleiern. Zwar verschwindet der Schmerz - der Mangel aber bleibt. 
Im Gegenteil: Wird einer der "Abtrünnigen" nun auffällig, scheitert er ein zweites Mal an der Gesellschaft, deren angepasste Vertreter nicht dulden können, den Spiegel für ihren kollektiven Selbstbetrug vorgehalten zu bekommen. Nun entsteht genau das, was der Individualist durch die Sucht verhindern wollte: Ausgrenzung. Eine Tragödie, die mit dem Wunsch begann, anders sein zu dürfen.

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Unabhängigkeit:

Sucht erzeugt Abhängigkeit. Eine Abhängigkeit, die den Schwachen scheinbar stärker macht, dem Unsicheren scheinbar Sicherheit verschafft, dem Ängstlichen scheinbar Hoffnung gibt.
Was aber kann den Süchtigen aus einer Abhängigkeit herausführen, die so verlockende Vorteile zu haben scheint?
Die Antwort lautet: Alternativen!
Was bringt es, dem Süchtigen vorzurechnen, wie viel Geld, Zeit und Energie er mit der Aufgabe seines "Lasters" gewinnt, wenn er gar nicht weiß, was er damit anfangen soll? Im Gegenteil: Angst macht sich breit: vor dem Vakuum, vor der Langeweile, vor der Bewältigung der zukünftigen Anforderungen.
Der "Entzug" allein kann also nicht die "Lösung" bringen. Denn nicht die "Freiheit von...", sondern nur "die Freiheit zu..." bietet genug Motivation, den Schritt zu mehr Unabhängigkeit zu wagen. Wer dabei die Wahl hat, verringert gleichzeitig seine Qual.
Und bei den unendlichen Möglichkeiten, die dieses Universum bietet, können wir ohne Weiteres davon ausgehen, dass genügend Alternativen zur Verfügung stehen - für jeden von uns.

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